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Bittere Niederlage im Rennen um das Playoff-Heimrecht

Gegen Uster kommt Floorball Thurgau nie richtig in die Gänge. In einem hektischen Spiel müssen sich die Ostschweizer schlussendlich mit 4:3 in der Verlängerung geschlagen geben.

Nach einer Woche Nationalmannschaftspause stand am Samstag das drittletzte Qualifikationsspiel vor den Playoffs an. Auswärts traf Floorball Thurgau auf den UHC Uster, welche bisher eine solide Saison zeigten. Diese starteten auch gleich besser ins Spiel und Daniel Anis brachte die Hausherren nach einem groben Fehler im Aufbauspiel der Thurgauer mit 1:0 in Führung. Nach vielen schnellen Kontern auf beide Seiten war es Aaro Helin, welcher für die Gastgeber erstmals erfolgreich war und den Spielstand prompt wieder egalisierte. Bereits im ersten Drittel zeichnete sich schon ein hektisches und von Fehlern geprägtes Spiel an, was beide Teams durch schnelles Umschalten auszunutzen versuchten. Mehr Zählbares ereignete sich nicht mehr und somit verabschiedeten sich die beiden Teams mit einem 1:1 in die erste Pause.

Das zweite Drittel startete wiederum besser für Uster, welche durch eine schöne Kombination nochmals in Führung gehen konnten. War der Thurgauer Start in das Mitteldrittel nicht schon genügend frustrierend, musste Mika Hänni sogleich auch noch auf der Strafbank platznehmen. Diese Gelegenheit liessen sich die Zürcher nicht nehmen und bauten ihre Führung durch Tedd Nivestam weiter aus. Thurgau war stehts bemüht ins Spiel zurückzufinden, musste an diesem Abend aber extrem viel dafür investieren. Wenige Minuten vor der zweiten Pause eroberte Captain Ramon Zenger dann hervorragen nach einem Abpraller vor dem Uster Tor den Ball und legte ihn unhaltbar auf Florin Fehr ab.

Im Schlussabschnitt passierte lange nicht viel. Das Spiel wurde im Laufe der Zeit immer unkontrollierter und beide Teams versuchten die Ballverluste des anderen zu bestrafen. In der Mitte des dritten Drittels nahm sich Markus Sipronen dann ein Herz und hämmerte den Ball aus grosser Entfernung regelrecht zum Ausgleich an den langen Pfosten. Nun wieder gleich auf, versuchten beide Teams noch vor Ablauf der regulären Spielzeit das Spiel für sich zu entscheiden. Es gelang am Ende keinem der beiden und somit musste die Verlängerung über den Zusatzpunkt entscheiden.

Lange warten mussten die knapp 415 Zuschauer in Uster nicht, so entschied Loris Murrer das Spiel bereits nach 12 Sekunden zugunsten der Zürcher. Damit sichert sich Thurgau kurz vor Abschluss der Quali nur einen Punkt gegen Uster und muss in den letzten beiden Spielen nochmals um das Playoff-Heimrecht bangen. Mit dem Könizer Sieg gegen die Tigers Langnau stehen die Berner zwei Spiele vor Ende nun nämlich nur noch einen Punkt hinter den Ostschweizern. Es bleibt also bis zuletzt spannend.

Viel Zeit sich über die Niederlage zu ärgern, bleibt aber kaum. Schon am Samstag steht mit dem Cupfinal gegen den HC Rychenberg das erste grosse Highlight der Saison an. In Kriens steht Floorball Thurgau zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in einem Finalspiel und hat dich Möglichkeit dies mit einem Titel zu krönen.

UHC Uster - Floorball Thurgau 4:3 n.V. (1:1, 2:1, 0:1, 1:0)
Buchholz, Uster. 415 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer.
Tore: 8. D. Anis (J. Wilhelmsson) 1:0. 13. A. Helin (F. Fehr) 1:1. 22. J. Wilhelmsson (T. Nivestam) 2:1. 29. T. Nivestam (Y. Klöti) 3:1. 36. F. Fehr (R. Zenger) 3:2. 52. M. Sipronen (R. Zenger) 3:3. 61. L. Murer (A. Koskinen) 4:3.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Uster. 2mal 2 Minuten gegen Floorball Thurgau.