
Im Rückspiel des Champions-Cup-Halbfinals unterlag Floorball Thurgau dem finnischen Meister Nokian KrP vor 1113 Zuschauern in Amriswil mit 4:7. Die Ostschweizer führten lange mit 3:0, mussten in der Schlussphase aber vier Gegentore in Serie hinnehmen.
Die Violas erwischten den besseren Start. Bereits in der zweiten Minute brachte Jamie Britt die Gastgeber nach Zuspiel von Elia Seiler am zweiten Pfosten in Führung. In der zwölften Minute doppelte Britt nach, als er sich allein aufs Tor durchsetzte und zum 2:0 traf. Die Thurgauer bestimmten die Partie und kurz nach Wiederanpfiff zum Mitteldrittel erhöhte Janis Graf nach einem schnellen Gegenstoss auf 3:0. Die Finnen liessen ihm dabei zu viel Platz.
Dannach machte sich Thurgau mit chaotischen Szenen das Leben selbst schwer. Innert kurzer Zeit verkürzte Simonen auf 3:1, ehe Viitakoski in der 27. Minute auf 3:2 stellte. Die Gelegenheit, den alten Abstand wiederherzustellen, liess Pablo Mariotti ungenutzt, als er einen Penalty verschoss, der das 4:2 hätte bringen können.
Im Schlussdrittel kippte die Partie endgültig. Simonen glich mit seinem zweiten Treffer nach schöner Kombination zum 3:3 aus, doch Britt hatte die passende Antwort parat. In der 37. Minute verwertete er einen Abpraller im Getümmel vor dem Tor zum 4:3 und machte damit seinen Hattrick komplett. Die Führung brachten die Ostschweizer aber nicht über die Zeit.
Zwischen der 43. und der 45. Minute brach der finnische Meister den Widerstand der Gastgeber. Jonaeson glich zum 4:4 aus, worauf Thurgau ein Timeout nahm. Beim Spiel sechs gegen fünf traf Ahola zum 4:5 ins leere Tor, nur zwanzig Sekunden später doppelte Laakso zum 4:6 nach. Den Schlusspunkt setzte Laukkanen mit einem technischen Tor zum 4:7, zugesprochen, weil eine Torchance regelwidrig verhindert wurde.
Für die Thurgauer bleibt trotz der bitteren Niederlage eine starke Leistung auf einer für den Verein neuen Stufe. Nach dem Weiterkommen gegen Florbal Mladá Boleslav stand die Mannschaft erstmals in einem Champions-Cup-Halbfinal. Nokian KrP trifft im Final nun auf den schwedischen Meister Storvreta IBK.
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