Montag, 08. Juni 2020

U21A: Saison-Rückblick 2019/20

In einer Saison mit Höhen und Tiefen wurde das U21-Team letztendlich mit dem Erreichen der Playoffs belohnt. Dies auch dank einem guten Team-Zusammenhalt.

[Autor:Yanik Surber]

Mit einem kleinen Kern von U21-Spielern startete die Saison Mitte September. Die Mannschaft hatte das Ziel in die Playoffs zu kommen. Dem Team war bewusst, dass Siege gegen vermeintlich schlechtere Teams Pflicht waren. Die Juniorentruppe aus dem Thurgau hatte bis zum Saisonstart wenig Möglichkeiten auf dem Grossfeld zu trainieren, da zu wenig Spieler vorhanden waren. Man versuchte das Beste aus der Situation herauszuholen. Sofern es der Spielplan zuliess, erhielt das U21-Team auch Verstärkung der U18- oder NLB-Mannschaft.

Angeführt von Captain Pascal Wettstein konnte die neue Saison zu Hause gegen Uster begonnen werden. Mit viel Mühe gewann das Heimteam mit 6:5 gegen einen direkten Konkurrenten. Gegen die Top drei der Liga vermochten die jungen Thurgauer nicht viel auszurichten. So gab es je zwei klare Niederlagen gegen Floorball Köniz und GC Unihockey. Gegen SV Wiler-Ersigen konnte man jeweils lange gut mithalten, jedoch reichte es schlussendlich nicht für einen Punktgewinn.

Nach den Herbstferien folgte die schwierigste Zeit für die U21-Mannschaft. Zwei sehr knappe Niederlagen gegen die Tigers Langnau und Chur, die keine Punkte brachten. Es fehlte der Wille und der Glaube an einen Sieg, manchmal auch ein bisschen Glück. Da kam die Nationalmannschaftspause gerade richtig. Es folgte ein wichtiger Sieg im Kampf um die Playoffs gegen Zug United. Das Selbstvertrauen war zurück, dachte man! Zu Hause gegen den UHC WaSa verlor man die wohl ärgerlichste Partie der Saison in der Verlängerung. Die Mannschaft von Cheftrainer Jonas Müggler gab einen acht zu fünf Vorsprung fünf Minuten vor Schluss aus der Hand. Eine Woche später versuchte man im zweiten Spiel gegen Uster wieder alles gut zu machen. Doch das klappte überhaupt nicht. Trotz Verstärkung aus dem NLB-Team verloren die Thurgauer mit 1:5. Die Spieler waren sichtlich ratlos, was sich auf dem Feld wiederspiegelte. Topchancen wurden reihenweise vergeben und der Ärger in der Mannschaft wurde spürbar. Es wurde eine Krisensitzung innerhalb der Mannschaft und den Verantwortlichen einberufen, um diverse Probleme zu lösen.

Das Gespräch tat der Mannschaft sehr gut. Das zeigten auch die Resultate. Siege gegen Zug, Malans, Thun und den HCR brachte die U21-Mannschaft von Floorball Thurgau nahe an einen Playoff Platz. Man hatte es in den eigenen Händen die Playoff-Qualifikation sicher zu stellen. Drei Runden vor Schluss trafen die Thurgauer erneut auf den St. Galler Rivalen. Wieder unnötig verlor man in der Verlängerung. Doch diese Niederlage war einiges besser zu verkraften als die Erste. Es musste sehr viel schief gehen, um noch vom einzigen Konkurrenten aus St. Gallen von einem Platz unter den Letzten acht verdrängt zu werden. Zum Schluss der Qualifikation durfte das U21-Team die letzte Doppelrunde zu Hause bestreiten. So hatte man nochmals die Möglichkeit sich gegen die Tigers Langnau und Chur zu revanchieren. Erneut verlor das Heimteam äusserst knapp gegen die Gäste aus dem Emmental, jedoch konnte ein verdienter Sieg gegen Chur gefeiert werden.

Somit standen die Mostinder in den Playoffs und das Saisonziel wurde erreicht. Die Playoffs waren der Lohn für die unzähligen Höhen und Tiefen, welche die Mannschaft überstand. Der Gegner in den Playoffs hiess SV Wiler-Ersigen. Die Mannschaft versuchte den Gegner so gut es ging zu fordern. Nach einem sehr starken Auftritt zu Hause, welcher nicht mit einem Sieg belohnt wurde, war im dritten Spiel die Luft draussen. Die Thurgauer wurden vom vierfachen U21-Serienmeister regelrecht vorgeführt. Doch das spielte am Ende keine Rolle mehr.

Die U21-Mannschaft von Floorball Thurgau darf stolz sein auf das Erreichte. Es war nicht immer eine einfache Saison. Bittere Niederlagen galt es zu verkraften und Spiele mit dünnem Kader zehrten an den Kräften. Doch dem Team gelang es, sich mit einem engen Teamzusammenhalt von den schwierigen Phasen zu befreien.

Foto: Floorball Thurgau, Sandro Schmuki