Montag, 19. November 2018

U21A: Deutliche Niederlage nach durchzogener Leistung gegen GC Zürich

Mit dem Grasshopper Club Zürich wartete dieses Wochenende eines der Top-Teams der Liga auf die U21 von Floorball Thurgau. Dementsprechend deutlich fiel das Resultat mit 3:7 aus.

[Text: Ramon Weber]

Die Hausherren aus Weinfelden begannen das Spiel gegen den Gast aus Zürich äusserst zurückhaltend. Chancen auf Thurgauer Seite waren Mangelware, ganz anders beim Grasshopper Club. In der Folge war es wenig überraschend, dass diesem in der zwölften Minute, nach etlichen gescheiterten Anläufen, die Führung zum 0:1 gelang. Trotzdem liess sich FBTG nicht weiter beirren und hielt dem Druck von GC bis zur ersten Sirene nicht nur stand, sondern konnte durch ein erstes Powerplay auch für Torgefahr vor dem gegnerischen Kasten sorgen.

Nach einer animierenden Pausenansprache durch den Trainer wollten die Thurgauer mit der neu aufgetankten Energie zum ersten Torerfolg kommen. Diesem Vorhaben wurde jedoch jäh ein Strich durch die Rechnung gemacht, als die Zürcher bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff ihre Führung auf 0:2 ausbauen konnten. Das Thurgauer Abwehrkonstrukt geriet noch stärker ins Wanken, als keine Minute später das 0:3 fiel. Zuteilungsprobleme vor dem Tor und ein mentales Tief luden den Gegner zu zwei weiteren Toren ein, wodurch der Zähler nach nur fünf gespielten Minuten im Mitteldrittel auf 0:5 sprang. Eine gegnerische Zweiminuten-Strafe wegen überhartem Körpereinsatz bot den Thurgauern ein wenig Entlastung und ermöglichte es diesen, sich neu zu ordnen. War es, weil GC ein wenig vom Gaspedal trat oder weil sich Floorball Thurgau nun von seiner kämpferischen Seite zeigte, es folgten zehn torlose Minuten mit Chancen von beiden Mannschaften. In der 38. Minute bot sich den Thurgauern zum dritten Mal die Gelegenheit, sich im Powerplay zu beweisen. Für einmal lief der Ball gut in den eigenen Reihen und auf Zuspiel von Joël Mazenauer konnte Marvin Sutter den Ball mit einem satten Schuss in der nahen oberen Torecke versenken – neuer Spielstand 1:5. Wer nun glaubte, dass Floorball Thurgau zur grossen Aufholjagd ansetzen könnte, wurde eines Besseren belehrt. Nur eine Minute später wurde der Fünf-Tore-Vorsprung durch das 1:6 von GC wiederhergestellt. Mit diesem Zwischenstand ging es in die zweite Pause.

Mit dem Wissen, dass das bisher Gezeigte nicht dem vollen Können der U21 von Floorball Thurgau entsprach, konnten die Spieler mit neuer Hoffnung, jedoch aufgrund der klaren Ausgangslage auch ohne Druck, ins letzte Drittel starten. Einen kleinen Dämpfer stellte die Zweiminuten-Strafe von Teamcaptain Pascal Wettstein dar. Mit ein wenig Glück und solider Boxplay-Arbeit wurde diese aber unbeschadet überstanden. Trotzdem fiel nach Ablauf der Strafe das 1:7, nach wiederholtem schnellem Kombinationsspiel der Zürcher. Dieses konnte den Aufschwung der Thurgauer nicht bremsen, woraufhin sie sich gar ein Chancenplus erarbeiten konnten. Dieses blieb jedoch unbelohnt, bis sich Niklas Graf ein Herz fasste und ohne Assist die gegnerische Abwehr inklusive Torhüter schwindlig spielte - 2:7. Mental im Hoch und mit den Zuschauern im Rücken konnten die Hausherren nach einem Timeout mit dem 3:7 weitere Resultat-Kosmetik betreiben. Um den präzisen Pass von Nico Forster zu verwerten, musste Torschütze Mike Bader nur noch den Stock hinhalten. Damit ging das letzte Drittel mit 2:1 an die Thurgauer.

Trotz deutlichem Endresultat von 3:7 kann die U21-Mannschaft von Floorball Thurgau gerade auch aufgrund des letzten Drittels optimistisch den kommenden Spielen entgegenblicken. Es gilt, die positiven Aspekte aus den vergangenen Spielen mitzunehmen und in der Lage zu sein, über 60 Minuten eine konstantere Leistung zu zeigen, denn mit Thun und Uster kommen nächstes Wochenende zwei schlagbare Gegner nach Weinfelden.

Foto: Floorball Thurgau, Sandro Schmuki