Montag, 27. März 2017

NLB: Erstes Wochenende geht an den UHC Thun

Floorball Thurgau vermochte aus den zwei Spielen am Wochenende keines zu gewinnen und liegt in der Best-of-Seven-Serie mit 0:2 im Hintertreffen.

In der ersten Begegnung zwischen den beiden Mannschaften mussten sich die Zuschauer sehr lange gedulden bis sich etwas auf der Anzeigetafel änderte. Die beiden Teams lieferten sich eine regelrechte Abwehrschlacht. Keine der beiden Mannschaften wollte ins offene Messer laufen und so hatten die Verteidiger beider Teams viel Platz und Zeit und wurden nur sehr selten von den gegnerischen Stürmern unter Druck gesetzt. Auf beiden Seiten wurde ziemlich alles in der gefährlichen Zone zugestellt. In der 14. Minute konnten die Thuner einen Ball an der Mittellinie abfangen und so einen der wenigen Konter mit Erfolg Richtung Thurgauer Tor zur 0:1 Führung verwerten. 

Zu Beginn des zweiten Drittels wurde auf beiden Seiten nicht viel geändert. Der Gegner aus Thun nahm wie auch in den ersten 20 Minuten immer wieder Abschlussversuche aus der zweiten Reihe. Ein solcher Abschluss klatschte in der 26. Minute an die Bande und sprang von dort wieder gefährlich in den Slot wo ein Thuner Spieler einen Tick schneller reagierte als die Thurgauer Hintermannschaft. Mit diesem Treffer führten die Gäste mit zwei Längen. Die Heimmannschaft traute sich langsam aber sicher immer mehr zu und die Aktionen wurden immer gefährlicher. Von einem Klassenunterschied war nichts mehr zu sehen. Floorball Thurgau konnte Abschluss um Abschluss verbuchen, jedoch wurden diese immer wieder von den Thuner Spieler geblockt oder der Torhüter stand einem Torerfolg im Weg. Drei Minuten vor Ablauf des zweiten Drittels wurde die erste Strafe gegen einen Thuner Spieler ausgesprochen. Kurze Zeit später kam es für das Thurgauer Überzahlspiel noch besser. Wiederum wurde eine Strafe gegen einen Thuner Spieler ausgesprochen, weil dieser den Ball bei einem Freistoss für Thurgau weggeschlagen hatte. Nun konnte die Heimmannschaft mit zwei Spieler mehr agieren. Die sehr vielen Abschlussversuche verfehlten allesamt ihr Ziel und so wurde kein Profit aus dieser doppelten Überzahlsituation geschlagen.

Mit diesem Zweitore-Rückstand machte man sich auf ins dritte Drittel. In der 43. Minute konnte die Heimmannschaft den längst verdienten ersten Treffer bejubeln. Aus einem Freistoss in der Thuner Ecke wurde der Ball von Olli Oilinki auf Mikko Jolma gespielt und dieser versorgte das Spielgerät in den Maschen. Rund zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer wurde ein Thurgauer auf die Strafbank geschickt. Es dauerte nicht lange und die Thuner konnten ihre Zweitore-Führung wieder herstellen. Für die letzten zehn Minuten des Spiels wurden die Linien noch etwas umgestellt. Nun kam immer mehr Druck in Richtung des Thuner Gehäuses und sechs Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit wurde der Anschlusstreffer durch Luca Altwegg erzielt. Die Heimmannschaft stemmte sich gegen diese Niederlage und versuchte nochmals alles um es mit dem Ausgleich allenfalls in eine Verlängerung zu schaffen. Nachdem man nach dem Time-Out 90 Sekunden vor Schluss meistens den Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzte brannte es regelrecht im Thuner Strafraum. Ein Abschluss von Mikael Lax landete am Pfosten und zwei Sekunden vor Schluss hämmerte Luca Altwegg den Ball noch an die Querlatte. Die Thuner holten sich so knapp den ersten Sieg in dieser Serie.  

Fehlstart in Thun
Schon einen Tag später, am Sonntag, hatte man die Gelegenheit auswärts in Thun die Serie allenfalls wieder auszugleichen. Doch in den ersten Minuten wurden die Thurgauer regelrecht von der Heimmannschaft aus Thun überrollt. Die ersten Minuten hatten nichts gemeinsam mit dem Spiel vom Vortag. Thun setzte die Thurgauer Verteidiger sehr früh unter Druck und diese vermochten keine anständige Auslösung zu spielen. Immer wieder wurden die Bälle in der eigenen Zone durch einen Thuner Spieler abgefangen und diese nutzten praktisch jede der ihnen gebotenen Chance zu einem Tor. Am Vortag gab es während dem ganzen Spiel nur fünf Treffer zu sehen und am Sonntag stand es nach 14 gespielten Minuten bereits 5:0 für die Heimmannschaft aus Thun. In den ersten 20 Minuten erzielten jeweils beide Mannschaften noch zwei Treffer was nach dem ersten Drittel das 7:2 für die Heimmannschaft bedeutete.

Das erste Drittel galt es nun zu vergessen und sich auf die noch zu spielenden 40 Minuten zu fokussieren. Die Gäste aus dem Thurgau starteten mit einem Mann mehr und konnten in diesem Überzahlspiel den Treffer zum 7:3 durch Mikko Jolma erzielen. In der Folge wurden die Thurgauer Verteidiger nicht mehr ganz so früh unter Druck gesetzt wie noch zu Beginn der Partie. In der 25. Minute entwischte auf Seiten von Floorball Thurgau Cyrill Krucker und dieser hämmerte den Ball ins Obere Eck zum 7:4. Kurz nach dem man verkürzen konnte, wurde ein Thurgauer Spieler auf die Strafbank geschickt. Diese Unterzahlsituation wurde jedoch ohne weiteren Gegentreffer überstanden. Rund fünf Minuten später musste schon wieder ein Spieler der Gäste auf der Strafbank Platz nehmen. Doch auch in diesem Unterzahlspiel konnten alle Abschlussversuche des Gegners entschärft werden. Auf Seiten der Thuner schaute erst kurz vor Drittelsende wieder etwas Zählbares heraus. Mit zwei schnellen Toren in der 39. Minute erhöhte die Heimmannschaft auf 9:4. In diesen 20 Minuten konnte man das Spielgeschehen etwas ausgeglichener gestalten.

Die Gäste aus dem Thurgau lagen immer noch mit fünf Treffer hinten. Die Linien wurden schon früh nach dem Fehlstart durchgemischt. Man könnte fast schon sagen, dass jeder einmal mit einem anderen zusammen gespielt hat. Nichtsdestotrotz, starte man in die letzten 20 Minuten nicht auf Teufel komm raus, sondern versuchte Treffer um Treffer aufzuholen. Der Start gelang nach Mass und Mikko Jolma versorgte den Ball nach nur 32 Sekunden im Netz zum 9:5. Die Tore gelangen nun auf beiden Seiten und so konnte Thun wieder einen Treffer erzielen und die Gäste aus dem Thurgau waren noch einmal erfolgreich was den Zwischenstand von 10:6 bedeutete. In der 46. Minute anerbot sich die Gelegenheit wieder mit einem Spieler mehr agieren zu können. Das Thurgauer Überzahlspiel brauchte nur 16 Sekunden und man konnte auf 10:7 verkürzen. Wieder war es Mikko Jolma der mit seinem persönlichen fünften Treffer für die Thurgauer erfolgreich war. In der Folge hatte man nochmals die Gelegenheit zweimal kurz hintereinander in Überzahl zu verkürzen. Jedoch war man in diesen zwei Überzahlspielen nicht erfolgreich und langsam aber sicher lief den Thurgauern die Zeit davon. Die Thuner Spieler konzentrierten sich nur noch auf die Verteidigungsarbeit und liessen den Mostinder ihre Freiheiten. Fünf Minuten vor Schluss kam man bis auf zwei Tore an den UHC Thun heran. Doch die letzten Hoffnungen wurden durch einen weiteren Treffer der Thuner zunichte gemacht. Einen Erfolg am heutigen Abend hat man ganz klar zu Beginn des Spiels vergeben. 

Das nächste Spiel dieser Serie findet am 1. April 2017 in der Paul-Reinhart-Halle in Weinfelden statt. Anpfiff ist um 18.00 Uhr.       

Floorball Thurgau - UHC Thun 2:3 (0:1, 0:1, 2:1)
Paul Reinhart Halle, Weinfelden. SR Hohler/Koch.
Tore: 14. J. Wettstein (T. Kropf) 0:1. 26. M. Taurama (M. Thomas) 0:2. 43. M. Jolma (O. Oilinki) 1:2. 46. A. Frey (M. Taurama) 1:3. 55. L. Altwegg (M. Lax) 2:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Floorball Thurgau. 3mal 2 Minuten gegen UHC Thun.

UHC Thun - Floorball Thurgau 11:8 (7:2, 2:2, 2:4)
MUR, Thun. SR Fässler/Schläpfer.
Tore: 2. M. Thomas (M. Taurama) 1:0. 7. Y. Zimmermann (J. Börjegren) 2:0. 7. M. Obi (T. Kropf) 3:0. 11. M. Thomas (M. Taurama) 4:0. 14. R. Stauffer (A. Saurer) 5:0. 15. J. Wettstein (T. Kropf) 6:0. 18. M. Jolma (M. Lax) 6:1. 18. L. Sigrist 7:1. 19. L. Altwegg (F. Strandljung) 7:2. 21. M. Jolma 7:3. 26. C. Krucker (S. Beerli) 7:4. 39. A. Frey (M. Taurama) 8:4. 39. T. Kropf (J. Wettstein) 9:4. 41. M. Jolma (L. Altwegg) 9:5. 44. M. Thomas (A. Frey) 10:5. 45. M. Jolma (F. Strandljung) 10:6. 47. M. Jolma (O. Oilinki) 10:7. 55. M. Lax (F. Strandljung) 10:8. 57. M. Obi 11:8.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen UHC Thun. 2mal 2 Minuten gegen Floorball Thurgau.