Dienstag, 06. Juni 2017

3 Fragen an Marco Bötschi

An der Generalversammlung vom 9. Juni 2017 gestalten die Vereinsmitglieder die Zukunft von Floorball Thurgau mit. Unter anderem gibt es auch personelle Veränderungen im Vorstand und Marco Bötschi wird als neuen Präsidenten vorgeschlagen. Dies ist im Sinne der eingeschlagenen Vorwärts-Strategie. Wir haben Marco Bötschi im Vorfeld zur GV drei Fragen gestellt.

1. Frage: Wie wird ein «Fussballer» Präsident des Unihockey-Vereins Floorball Thurgau?

Mein ältester Sohn Luca wollte mit einem Kollegen ein Schnuppertraining bei Floorball Thurgau besuchen, das war im Jahre 2012. Mir war bekannt, dass Patrick Simons (Verantwortlicher Breitensport FBTG, Anm. d. Red.) Kids Unihockey spielen, dann habe ich mir gedacht, dass dies ja nicht so schlecht sein kann. Luca war begeistert, Nico folgte ihm ein paar Monate danach, klar wollte der Jüngste dann nicht nur zuschauen und hat sich den Kids von Floorball Thurgau angeschlossen.

Wir haben dann die Kinder regelmässig an die Meisterschaftsspiele und an die NLB-Spiele begleitet. Die Juniorentrainer und andere Eltern haben mir laufend die Regeln erklärt und in mir die Begeisterung für den Sport geweckt. Heute schätze ich nebst dem Sport auch die vielen entstandenen «Tribünen-Freundschaften» und Gespräche mit anderen begeisterten Unihockey-Eltern und Fans.

2. Frage: Was sind deine Ziele, wenn du das Amt des Präsidenten übernimmst?

Ich durfte in den vergangenen Jahren drei Aufstiegs Playoffs erleben. In den letzten Jahren wurde immer gesagt, dass das Team noch jung ist. Diese jungen Spieler konnten von Spielern wie Olli Oilinki und Armin Brunner profitieren, Playoff-Erfahrungen sammeln und es ist nun Zeit, dass sie in den Vordergrund treten und die Veranwortung übernehmen. Die nächste Generation rückt nach und wir haben als Verein das Potential den sportlichen Schritt in die NLA zu schaffen. Die Sportschule Erlen und Talent allein genügt nicht um dort bestehen zu können. In jedem einzelnen Training müssen die Spieler an die Grenzen gehen um sich weiterzuentwickeln, aber auch wir als Verein müssen uns vorbereiten. Der Vorstand von Floorball Thurgau konnte schon viele Entwicklungen (Sponsoring, Events und vieles mehr) andenken und vorantreiben. Mein Ziel ist es den Verein sportlich, finanziell, organisatorisch sowie administrativ auf den nächten Schritt in die NLA vorzubereiten.

3. Frage: Wo erwartest du die grössten Herausforderungen beim Erreichen dieser Ziele?

Da fallen mir folgende fünf Punkte ein:

Leistungssport
Einen Trainer zu finden der die heutige NLB-Mannschaft fordert, weiterentwickelt und physisch wie auch psychisch auf den NLA-Schritt vorbereitet.

Breitensport
Wie können wir die Junioren halten, welche sich nicht für den Leistungssport entscheiden. Wir als Verein benötigen nicht nur Leistungsspieler, sondern auch Fans, Schiedsrichter, Bistrohelfer, Hallenchefs und viele mehr, die den Verein unterstützen und Freude am Unihockey haben.

Sponsoring
Einen Verein in dei NLA zu führen benötigt auch finanzielle Ressourcen. Wie können wir die heutigen Sponsoren und Gönner halten und neue Fans und Unterstützer für Floorball Thurgau gewinnen.

Events
Die Planungs und Organisation des Bistros und der Hallenchefs ist eine riesige Herausforderung. Hier wird viel Freiwilligenarbeit im Hintergrund geleistet auf welche wir als Verein angewiesen sind.

Thurgau Unihockey
Wenn wir als Kanton Thurgau im Unihockey erfolgreich sein wollen, ist eine enge Zusammenareit mit dem TUV  (Kanotnalverband Thurgau Unihockey, Anm. d. Red.) und den einzelnen Vereinen sehr wichtig. Hier gilt es für mich als "Neuer" den Kontakt zu meinen Kollegen zu suchen, den Gedankenaustausch und die Zusammenarbeit zu fördern.

 Zur Person  

Name
Marco Bötschi

Jahrgang
1972

Zivilstand
verheiratet

Kinder
Luca (16), Nico (14), Ben (10)

Wohnort
Märstetten

Arbeit
Geschäftsleitungsmitglied der Swissport Intl. Station Zürich

Hobby
Volleyball aktiv, allgemein Sport (in den letzten Jahren mehr als Zuschauer)

Marco Bötschi steht an der Generalversammlung als Präsident von Floorball Thurgau zur Wahl. (Bild: zvg)